reflections

Drunk Fetisch - Delirium mit Topverdienst

Als Webcamgirl lernt man quasi täglich neue Fetische und Vorlieben kennen, von denen man nie gedacht hätte, dass sie existieren. Bevor ich BobbyBeispiel* kennenlernte dachte ich immer, dass die Männerwelt besoffene Frauen entweder abstossend findet oder ein Teil von ihnen die seltene Chance erblickt, mal einen wegstecken zu können. Betrunkene Menschen sind für den nüchternen Betrachter ja nun auch wirklich nicht das, was man als anziehend, interessant und begehrenswert betiteln würde. Lallen, torkeln, Blödsinn reden, der Verlust von Mageninhalt und dann eventuell noch extreme Emotionen, wie Aggression, Sentimentalität oder Rededurchfall, wünscht man sich eigentlich nicht bei seinem Gegenüber.

Bobby ist da jedoch ganz anderer Natur. Eine stilvolle, schöne und anmutige Frau ist nichts, was ihn und seine Geilheit aus der Reserve lockt. Bobby fährt auf besoffene Frauen ab und zwar nicht die Sorte, die niedlich beschwipst ist, sondern auf Frauen, die nahe dran sind am Delirium. Es ist schon eine ganze Weile her, dass er mich kontaktierte und mir von seinen Wünschen für eine Webcamsession berichtete. Da ich gerne mal feiern gehe und auch keine Frau bin, die sich stundenlang an einem Sektglas  festhält, sagte ich ihm zu. Bobby buchte direkt zwei Stunden bei mir und bat mich, ausreichend Alkohol zu kaufen, damit die Getränke auch nicht ausgehen während der Session. Wohlwissend, dass in zwei Stunden ein ordentlicher Pegel angetrunken werden kann, verneinte ich die Bitte, Schnaps und ähnliches mit auf die Einkaufsliste zu packen, und sagte, dass Sekt und Bier das einzige sein wird, was ich zu mir nehme.

Ein paar Tage später war es dann soweit. Es war ein Freitag oder Samstag Abend und Bobby und ich trafen uns zum vereinbarten Zeitpunkt im Skype. Seine Frau war das Wochenende über auf einem Kurzurlaub und so konnte der Schlawiner dann endlich mal die Sau raus lassen und die Puppen tanzen lassen.

Schon nach zehn Minuten war mir klar, dass die zwei Stunden evtl. doch zu optimistisch geplant waren. Bobby wollte nämlich kein nippendes Girly sehen, sondern saufen sollte sie! Ständig prostete er mir zu und ich verhaftete ein Glas Bier nach dem anderen.

"Ohoh... wenn mir nichts Kluges einfällt, dann bin ich in 30 Minuten voll wie eine Haubitze.." dachte ich mir schon mit dem unguten Gefühl, dass die Session ein Desaster wird. Da Bobby aber von der extrem unterhaltsamen, lustigen und kommunikativen Sorte ist, verschwanden mit jedem Schluck meine Bedenken und meine Professionalität und ich liess mich einfach treiben,  denn wir hatten einfach Spaß, wie ihn zwei durchgeknallte Freunde auch gehabt hätten, wären sie an unserer Stelle.

Irgendwann kam Bobby auf die glorreiche Idee, dass wir auch seinem zweiten Fetisch ein bisschen gerecht werden. Bobby liebt Nylons und ganz besonders Strumpfhosen. Diese mag er aber nicht nur an Frauen; er trägt sie auch leidenschaftlich gerne selber. Also sollten wir beide uns unsere Lieblingstrumpfhose anziehen, das wäre endgeil, meint er. Für mich als Camgirl ein häufiger Wunsch und darum flitzte ich auch zielgenau los, holte eine Nylon und fand mich wieder vor der Webcam ein, damit Bobby mir beim Anziehen zuschauen konnte. Er genoss den Anblick und dann wollte er sich seine Strumpfhose anziehen. Natürlich ebenfalls direkt vor der Cam, ich sollte den "geilen Anblick" natürlich auch in vollen Zügen geniessen können. Bobby stand also auf, ribbelte sich ein Hosenbein auf den Arm, hob ein Bein und.... flog mit Flachköpper in meine Richtung. Und ab da war die Übertragung abgebrochen.

"Hoppala" war mein erster Gedanke und dann war ich ein wenig ratlos. Ob ihm was passiert war? Und wenn ja, wann und wer wird ihn finden, wenn es ernst ist? Ich beschloss, erstmal abzuwarten und mich mal einen Moment zurück zu lehnen, damit das Karussell ein wenig langsamer fährt. Es dauerte wohl keine fünf Minuten und ich schlief den Schlaf der Gerechten, bis zum nächsten Mittag.

Nach dem Aufstehen fand ich dann zum Glück auch direkt eine Nachricht von Bobby in meinem Postfach. Er wäre wohl irgendwie unglücklich auf den Schreibtisch gefallen und hat seinen Laptop herunter gerissen. Genau könne er sich das auch nicht erklären, aber die Session war supergeil und er hoffe auf eine baldige Wiederholung.

Seither treffen wir uns mindestens einmal im Monat; allerdings habe ich nach der ersten Session besonnen und treffe heimliche Vorkehrungen, dass ich auch jederzeit Herr meiner Sinne bin und keinen Blödsinn mache. So befindet sich, nur für Bobby-Chats, alkoholfreies Bier im Haus, dass getrunken wird, sobald ich zu komisch werde. Darüber hinaus habe ich gelernt, dass man Prosten kann und dann nur so tut als würde man schlucken. Wenn das nur alle zwei Mal Prosten gemacht wird, dann fällt das nicht weiter auf.

Dennoch liebe ich die Sessions mit "meinem" Bobby, sie sind immer wieder ein Garant für Spaß und Albernheiten und das braucht man im Camgirljob auf jeden Fall!

 

*von BobbyBeispiel werdet ihr noch ganz viel auf diesem Blog lesen, den der liebe Bobby ist der Platzhalter für ALLE meine Kunden. Selbstverständlich würde ich hier niemals echte Namen verwenden und einen Bobby hatte ich glaube ich noch nie

12.10.14 00:27

Letzte Einträge: Geld verdienen im Schlaf?! Na logo..., Alles Käse oder was?

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